Wollin 2008
Geschrieben von Aslak am March 12 2009 18:47:47
Nach eine halbtägigen Verspätungen wurde von Meldric und Sana am Freitag den 01.08.2008, um ca. 20:00, Aslak in Leverkusen eingesammelt und man erreichten gegen 07:00 Uhr, am Samstag, Wolin in Polen.
Als erstes wurde das Hotelzimmer in Beschlag genommen und bis 10:30 Uhr geschlafen, um dann, nach einer Dusche, ein reichhaltiges Frühstück mit Blick auf einen See eingenommen wurde.......

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Bei erreichen des Kampfplatzes auf dem Museumsgelände von Wolin, trainierten einige Blodvitnir bereits für die kommende Schlacht und es wurde stolz erzählt das die ersten beiden Schlachten am Freitag schon gewonnen wurden.
Nach Begrüßung aller Anwesenden ging es erstmal über den Markt, wo festgestellt wurde, dass die Preise, im Vergleich zu den Jahren davor, um einiges Angehoben worden waren.

Am frühen Nachmittag wurde dann zur Schlacht gerüstet und man marschierte gemeinsam mit allen anderen Mitgliedern der Einherjar auf den Kampfplatz. Auch die beiden Schlachten am Samstag wurden von der polnischen Seite gewonnen und das Grinsen in Wulfgars Gesicht war fast schon ein bischen angsteinflößend. Er erzählte, dass er bei allen vier Schlachten in der ersten Reihe gestanden hat und am folgenden Tag nur bei der letzten Schlacht sich einmal in die zweite Reihe zu stellen gedenkt, um auch mal etwas von der Schlacht zu „sehen“. Und nicht sofort nach Beginn der Schlacht von dutzenden Schwert- und Danenaxtschlägen niedergeprügelt zu werden.

Am Abend wurden die 4 Siege im Lager von Tryglav gebührend gefeiert und diese Feier spottete jeder Beschreibung. Es wurden Lieder gesungen, auf Tischen getanzt, die Frauen hatten herrliches Essen gekocht und man konnte ein höchst interessantes Trinkspiel bewundern: Ein halbes Dutzend Männer ließ ihre Hosen herab, sodaß der blanke Hintern zum Vorschein kam und dann wurde von einem Mädel, zwischen jede Pobacke ein Stück Klopapier gesteckt. Das bis zum Boden reichende Klopapier wurde dann nacheinander angezündet und man durfte es erst dann rausziehen / wegschlagen, wenn eine Flasche Bier geleert war. Das es im Anschluss nach verbrannten Haaren roch sollte nur am Rande erwähnt werden und auch das die Bierflaschen in Polen einen Inhalt von 660ml haben.

Der Höhepunkt des Abends war jedoch eine Geburtsfeier und wie sich im Nachhinein herausstellte, scheint es diese Tradition in Polen wirklich zu geben.
Kurz erklärt bekommt das Geburtstagskind soviel Schläge auf den nackten Po, wie er Jahre alt ist. Diese Tradition mag ja noch nichts schlimmes sein, jedoch ist die Umsetzung äußerst interessant. Denn an diesem Abend wurden als Schlaginstrumente nicht nur die bloße Hand, sondern auch Ledergürtel, Ledergürtel mit Silberbeschlägen (welcher einen Gesamtwert von ca. 250,- € hatte), Ledergürtel mit Bronzebeschlägen, Holzschalen, eine Bratpfanne sowie eine 4m lange Holzlatte verwendet. Der Hintern wies nach einiger Zeit entsprechende blutige Zeichen auf und die Person wird sicherlich noch die nächsten Wochen beim Hinsetzen daran erinnert werden, dass er 41 Jahre geworden ist.

Sana versuchte sich in der Jurte der Druzina schlafen zu legen. Dabei stolperte er über ein paar Kisten, riß dabei den Feuerkorb um und landetet im Bett der sich schon darin schlafenden Ariane. Der werte Cedric versuchte noch Sana im Fallen aufzufangen, stürzte aber ebenfalls in das Bett. Ariane konnte das entstandene Feuer auf dem Boden der Jurte zwar mittels eines Wassereimers löschen, jedoch ging ein Teil des Wassers quer über die Kleidung von Cedric. Nachdem Sana nun endlich in einer Ecke der Jurte lag, versuchte Cedric seine nassen Sachen, welcher er immer noch an hatte, vor einer Fackel zu trocknen.

Meldric und Aslak fuhren am Abend noch zurück ins Hotel.
Am Nächsten Morgen fuhr Aslak zuerst Meldric zum Lager und dann Sana (da dieser immer noch nicht fahrtüchtig war), sowie Mac zum duschen zurück ins Hotel. Mac selber verbrachte weit über EINE Stunde unter der Dusche, sodaß sich die ganze Aktion inkl. noch eines Frühstückes auf fast 3 Stunden ausdehnte.

Nachdem man wieder am Parkplatz vom des Museums angekommen war, parkte Sana aufgrund der ungünstigen örtlichen Gegebenheiten (es lag überall Schutt rum) den Wagen und man ging in Richtung Lager. Nach etwa 100 m kam ihnen Meldric entgegen.
Sana fragte ob Aslak wüsste, ob er den Bus abgeschlossen habe. Aslak konnte sich nicht daran erinnern, ob Sana auf den Knopf der Fernbedienung gedrückt hat. Darauf drehten sich beide um.
Man stellt nun fest, dass die Fahrertür sperrangelweit offen stand...
Es konnte nie geklärt werden ob Sana das Auto, abgeschlossen hatte.


Am Sonntag fanden die letzten beiden Schlachten statt und auch diese gingen zu Gunsten der polnischen Seite aus. Die Schiedsrichter meinten das der Gegner mit 40 Mann in der Überzahl war, jedoch war davon nichts zu erkennen. Zu keinem Zeitpunkt konnte die Gegenseite dem Druck in irgendeiner Form etwas entgegensetzen.
Der werte Aslak lies es ich auch nicht nehmen während den letzten beiden Schlachten, das Banner der Blodhvitnir stolz über das Schlachtfeld zu tragen. Wobei der Hinweis, dass Bannerträger nicht angegriffen werden, nicht in allen Fällen stimmt.
Es ist auf jeden Fall ein Erlebnis, mitten in der Schlacht von Wolin, ohne Waffe, ohne Rüstung und ohne Helm teilzunehmen.

Endresultat von Wollin: 6:0 für die polnische Seite.
Beeindruckend war die große Anzahl Einherjar-Schilder welche die polnische Seite zierten.

Am Montag war dann der Drehtag für das Amon Amarth Musikvideo. Das Wetter war wechselhaft und zum späten Abend hin kam sogar Sturm auf. Von Anfang an, herrschte ein großes Chaos. Anweisungen wurden alle 5 Min. umgeworfen und niemand wusste eigentlich genau, was als nächstes passiert.
Die verschiedenen Szenen zogen sich bis zum Abend hin. In der Nacht wurden dann die Aufnahmen mit der Band gemacht. Passend dazu zog ein orkanartiger Sturm auf.
Der ganze Tag war zwar interessant, jedoch hätte doch eine bessere Planung und vielleicht ein Script, die ganzen Sache schneller und für die Beteiligten angenehmer vollzogen werden können.
Aber durch diesen Dreh wurden die Verbundenheit zwischen Blodhvitnir, Tryglav und Amon Amarth weiter gefestigt.

[Ben Marewski aka Aslak; Okt. 2008]